Am 31. Dezember 2024 blickt Sachsen zuversichtlich in die Zukunft, wie in der Neujahrsansprache des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer deutlich wird. Unter dem Motto „C the unseen“ wird Chemnitz in diesem Jahr besonders im Fokus stehen, da viele Menschen aus aller Welt erwartet werden. Die Stadt ist bekannt für ihr Industriemuseum sowie ihren Tüftler- und Forschergeist, was sie zu einem zentralen Standort in der deutschen Wirtschaftslandschaft macht.
In seiner Ansprache hebt Kretschmer mehrere bedeutende Projekte hervor, die für die wirtschaftliche Entwicklung Sachsens ausschlaggebend sind. Dazu zählen die Ansiedlung des Halbleiterkonzerns TSMC in Dresden, das geplante Wasserstoffzentrum in Chemnitz sowie große Forschungszentren in Delitzsch und der Oberlausitz. Kretschmer äußert sich optimistisch über die wirtschaftliche Zukunft des Freistaats und betont die Wichtigkeit von innovativen Ideen, engagierten Menschen und einer weitsichtigen Politik.
Wasserstoffzentrum in Chemnitz
Die Pläne für das Wasserstoffzentrum in Chemnitz nehmen konkrete Formen an. Am 29. August 2024 wurde die Verwaltungsvereinbarung für den Aufbau des nationalen Wasserstoffzentrums im Chemnitzer Technopark unterzeichnet. Diese Vereinbarung wurde zwischen dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und dem sächsischen Wirtschaftsministerium (SMWA) getroffen. Der Bund unterstützt das Projekt „Hydrogen Innovation Center“ (HIC) mit 72,5 Millionen Euro, während der Freistaat Sachsen die Aufbauphase mit rund 15 Millionen Euro bis 2028 kofinanziert.
Das HIC in Chemnitz ist Teil des nationalen Innovations- und Technologiezentrums für Wasserstoff (ITZ) und wurde vom nationalen Wasserstoff-Technologiecluster HZwo e.V. entwickelt, welches 150 Unternehmen und Forschungseinrichtungen vereint. Es wird eine Entwicklungs- und Testumgebung für Wasserstofftechnologien bieten, die unter anderem Test- und Prüfstände sowie Ausbildungslabore umfassen wird. Zielgruppen sind hierbei insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, Automobilzulieferer und Industrieunternehmen, die Wasserstofftechnologien nutzen möchten.
Das HIC wird nicht nur zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen, sondern auch Startups attraktive Ansiedlungsbedingungen bieten. Die enge Kooperation mit der TU Chemnitz sowie den Fraunhofer-Instituten IWU und ENAS wird die Innovationskraft der Region weiter stärken. Die nächsten Schritte umfassen die Bewilligung der Mittel durch das Bundesverkehrsministerium, den Abschluss der Bauplanung und die Einholung der Baugenehmigung. Die Grundsteinlegung des HIC ist für das Jahr 2026 vorgesehen, der Projektabschluss ist für 2029 geplant.
Die Entwicklungen rund um das Wasserstoffzentrum sind ein wesentlicher Bestandteil der strategischen Ausrichtung Sachsens, um die Sichtbarkeit des Freistaats bei internationalen Ansiedlungen zu erhöhen und insbesondere die Zuliefererstrukturen zu unterstützen.