Die Deutsche Bahn (DB) plant umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an Bahnübergängen, um das Risiko von Unfällen zu reduzieren. Insbesondere möchten die Verantwortlichen die Zahl der schrankenlosen Bahnübergänge, die oft als kritisch eingestuft werden, weiter senken. Laut einer Untersuchung von Merkur ist bereits ein Rückgang in mehreren Bundesländern festzustellen. In Sachsen-Anhalt beispielsweise reduzierte sich die Anzahl der schrankenlosen Übergänge von 519 im Jahr 2019 auf 497 im Jahr 2023.

In Sachsen sank die Zahl sogar von 543 auf 494. Im Nachbarbundesland Thüringen war die Abnahme deutlich geringer, hier fiel die Zahl von 394 auf 393 schrankenlose Übergänge im gleichen Zeitraum. Umbauprojekte, die bereits in Planung sind oder kurz vor dem Abschluss stehen, umfassen unter anderem neue Eisenbahnüberführungen in Hohenebra sowie in Glaubitz und die Schließung weniger sicherer Bahnübergänge in Sachsen-Anhalt.

Die Risiken schrankenloser Übergänge

Schrankenlose Bahnübergänge gelten als nicht technisch gesichert und befinden sich meist an verkehrsarmen Strecken. Trotz der Abnahme bleibt die Gefährdung hoch, da viele Unfälle an solchen Übergängen aufgrund von Unaufmerksamkeit, Leichtsinn oder Unkenntnis der Verkehrsteilnehmer geschehen. Im Jahr 2016 ereigneten sich in Deutschland insgesamt 995 Unfälle an schienengleichen Bahnübergängen. Diese führten zu 46 Toten und 1.367 Verletzten, davon 282 schwer. Etwa 30-40% aller Unfälle mit Personenschäden im Eisenbahnverkehr ereignen sich an Bahnübergängen, von denen etwa 30% an nicht technisch gesicherten Anlagen passieren, wie der Deutsche Verkehrswacht berichtet.

Angesichts dieser Statistiken fordert der ADAC eine erhöhte Aufmerksamkeit von allen Verkehrsteilnehmern an Bahnübergängen. Züge sind an Gleise gebunden und können nicht ausweichen; außerdem haben sie einen langen Bremsweg. Daher muss beim Überqueren besondere Sorgfalt walten. Das richtige Verhalten am Bahnübergang wird ebenfalls durch die Straßenverkehrsordnung geregelt. Verkehrsteilnehmer sollten sich mit reduziertem Tempo nähern und auf Schilder achten, die den Abstand zum Bahnübergang anzeigen.

Empfehlungen zur Verbesserung der Sicherheit

Der ADAC schlägt unter anderem vor, Wartelinien vor nicht gesicherten Bahnübergängen einzurichten, um den Vorrang des Schienenverkehrs klar zu verdeutlichen. Zudem sollte die Überwachung gefährlicher Bereiche, insbesondere an Halbschranken oder Lichtzeichen, intensiver geprüft werden. Technische Sicherungen von nicht gesicherten Bahnübergängen sind dringend erforderlich, um das Unfallrisiko weiter zu minimieren.

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Die DB plant, die Sicherung von Bahnübergängen gemäß den Vorgaben der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) weiter zu optimieren. Dazu gehört unter anderem der Bau von Niveaufreien Kreuzungen, die jedoch kostenintensiv sind, sowie der Einsatz von Schranken und Lichtzeichen, die nach den Verkehrsregelungen in Deutschland vorgeschrieben sind. Eine regelmäßige Überprüfung und Schulung aller Akteure im Straßenverkehr ist ebenfalls von großer Bedeutung.

Die sicherheitsrelevanten Herausforderungen an Bahnübergängen sind klar: Reduktion der Anzahl der schrankenlosen Übergänge, Aufklärung der Verkehrsteilnehmer und technische Verbesserungen sind unerlässlich, um die Sicherheit für alle Nutzer im Straßenverkehr zu gewährleisten.