Deutsche Para-Eishockey-Nationalmannschaft erlebt Comeback mit hoher Niederlage gegen China bei den Paralympics
Heute ist der 7.03.2026. In Mailand, vor rund 3.000 Zuschauern, erlebte die deutsche Para-Eishockey-Nationalmannschaft ein denkwürdiges Comeback bei den Paralympics. Nach 20 Jahren Abstinenz trat das Team gegen China an, einen klaren Favoriten, der zuvor die Bronzemedaille bei den letzten Paralympics gewonnen hatte. Leider endete das Spiel für Deutschland mit einer hohen Niederlage von 0:12. Die Stimmung im Stadion war dennoch positiv, wie Kapitän Jan Malte Brelage berichtete.
Das erste Tor fiel bereits in der 7. Minute durch Zhidong Wang, gefolgt von einem weiteren Treffer nur zwei Minuten später. Im ersten Drittel erhöhte China auf 5:0, während Deutschland trotz einiger Chancen, unter anderem durch Jano Bußmann und Bernhard Hering, ohne Tor blieb. Im zweiten Drittel gestaltete sich das Spiel etwas ausgeglichener, doch die Chinesen konnten ihre Führung auf 8:0 ausbauen. Schließlich endete das letzte Drittel mit einem weiteren Torregen für China, der das Endergebnis auf 12:0 festlegte.
Ein starkes Comeback nach langer Pause
Das Aufeinandertreffen markierte die Rückkehr der deutschen Mannschaft auf die Paralympics-Bühne, nachdem sie bei der letzten Weltmeisterschaft 2025 überraschend den fünften Platz belegte. Die Bedingungen für die Spieler sind jedoch unterschiedlich: Während die chinesischen Athleten professionell trainieren, müssen die deutschen Spieler neben dem Sport arbeiten oder studieren. Diese Herausforderungen spiegeln sich in der Leistung wider, was Bundestrainer Peter Willmann auch anmerkte, als er den Lernprozess und den Kampfgeist der Mannschaft betonte.
Ein weiterer Aspekt ist die Spielweise im Para-Eishockey, die sich durch den Einsatz von Kufen-Schlitten und kurzen Schlägern mit Spikes unterscheidet. Die Spielzeit beträgt drei Drittel zu je 15 Minuten, und es spielen sowohl Männer als auch Frauen zusammen. Trotz der hohen Niederlage bleibt die Motivation hoch, wie Brelage betonte, der die Notwendigkeit für eine defensiv diszipliniertere Spielweise und bessere Chancenverwertung hervorhob.
Ausblick auf die kommenden Spiele
Das nächste Spiel der deutschen Mannschaft steht am 9. März gegen die USA an, gefolgt von einem weiteren Duell gegen Italien am Dienstag um 9:55 Uhr. Die Erfahrungen aus diesem ersten Spiel werden entscheidend sein, um sich auf die kommenden Herausforderungen einzustellen und die Leistung zu steigern.
Der Ursprung der Paralympischen Spiele reicht zurück bis ins Jahr 1948, als die Stoke Mandeville Games ins Leben gerufen wurden. Diese ersten Sportspiele für Rollstuhlfahrer wurden von Sir Ludwig Guttmann initiiert und waren der Beginn einer mittlerweile weltweiten Bewegung zur Förderung des Behindertensports. Seitdem finden die Paralympics alle vier Jahre parallel zu den Olympischen Spielen statt und haben sich zu einem bedeutenden Ereignis für Athleten mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen entwickelt. Details zu den Paralympischen Spielen und deren Geschichte finden Sie in der umfassenden Wikipedia-Artikel.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die deutsche Para-Eishockey-Nationalmannschaft in den kommenden Spielen schlagen wird. Mit der richtigen Einstellung und den Lehren aus dieser Niederlage kann das Team möglicherweise die Wende schaffen und die Zuschauer in den nächsten Begegnungen begeistern.
Für weitere Informationen zu den Ereignissen in Mailand und den deutschen Athleten verfolgen Sie bitte die Berichterstattung auf Team Deutschland Paralympics und Sportschau.
