Deutschland scheitert im Elfmeterschießen gegen Paraguay und erlebt WM-Debakel
Das DFB-Team hat im Sechzehntelfinale der WM 2026 erneut eine herbe Niederlage erlitten. In einem packenden Duell gegen Paraguay musste sich die deutsche Mannschaft im Elfmeterschießen mit 3:4 geschlagen geben, nachdem das Spiel nach 90 und 120 Minuten mit 1:1 unentschieden endete. In der ersten Halbzeit sah es zunächst düster aus, als Julio Enciso in der 42. Minute für Paraguay traf und die Deutschen in Rückstand brachte.
Die deutsche Mannschaft hatte sichtbar Schwierigkeiten, sich gegen die aggressive Defensivtaktik Paraguays durchzusetzen. Trotz einer hohen Ballbesitzquote – Deutschland spielte in der ersten Halbzeit 244 Pässe, während Paraguay lediglich 31 Pässe anbrachte – fehlten die zündenden Ideen und klaren Chancen. Erst in der 54. Minute konnte Kai Havertz nach einer Flanke von Florian Wirtz den Ausgleich erzielen. Nach dem Spiel zeigte sich Havertz betroffen: „Mir fehlen die Worte. Entschuldigung für die Enttäuschung.“
Entscheidende Momente und Fehlentscheidungen
Die zweite Halbzeit brachte nicht nur das Tor von Havertz, sondern auch einige kritische Momente. Joshua Kimmich hatte einen Patzer, der fast zum 0:2 geführt hätte. In der Verlängerung erzielte Jonathan Tah ein Tor, das jedoch nach einem VAR-Einsatz wegen einer Regelwidrigkeit nicht anerkannt wurde. Diese Entscheidung wurde von Schiriexperte Lutz Wagner als falsch kritisiert. Schlussendlich ging das Spiel ins Elfmeterschießen, wo Deutschland in eine weitere Enttäuschung stürzte.
Im Elfmeterschießen verschoss Havertz, während Kimmich und Gomez trafen. Jonathan Tah und Nick Woltemade scheiterten ebenfalls, während Manuel Neuer einen Schuss hielt. Der entscheidende Elfmeter von Tah, der das Ausscheiden besiegelte, führte zu heftiger Kritik an der gesamten Mannschaft, die eine passive Leistung zeigte. Diese Niederlage markiert die erste in der Geschichte Deutschlands bei einem Elfmeterschießen in der WM.
Kritik und Ausblick
Bundestrainer Julian Nagelsmann, dessen Zukunft nun zur Diskussion steht, erhielt Unterstützung von DFB-Sportdirektor Rudi Völler, möchte jedoch weiterhin im Amt bleiben. Die internationale Presse äußerte sich negativ über die Leistung des DFB-Teams, was in Anbetracht der letzten drei WM-Enttäuschungen nicht überraschend ist. Zudem kündigte Manuel Neuer an, dass dieses Länderspiel sein letztes gewesen sein könnte.
Im nächsten Spiel trifft Paraguay auf Frankreich oder Schweden und wird versuchen, die positive Dynamik aus diesem spannenden Match mitzunehmen. Für Deutschland hingegen bleibt die Frage, wie es weitergeht und ob die Mannschaft die nötigen Lehren aus dieser Niederlage ziehen kann, um in Zukunft erfolgreicher zu sein. Die Hoffnungen ruhen nun auf einer grundlegenden Neuausrichtung im deutschen Fußball.
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