Imker Rico Heinzig aus Meißen hat ein bemerkenswertes Jahr 2023 hinter sich. Seine Bekanntheit schoss in die Höhe, als er sich erfolgreich gegen einen Beitrag des TV-Satirikers Jan Böhmermann zur Wehr setzte. In einer Reihe von Gerichtsprozessen, die bundesweit Schlagzeilen machten, ging das Oberlandesgericht Dresden zugunsten von Heinzig aus. Der Streit entzündete sich, nachdem Böhmermann Bilder von Heinzigs Honig ohne dessen Einverständnis in seiner Sendung „Magazin Royale“ zeigte. Daraufhin warb Heinzig mit Böhmermanns Gesicht für seinen Honig, was in einer Unterlassungsklage der Satirefigur gipfelte. Momentan hat Böhmermann die Möglichkeit, in Berufung zu gehen.

Das Jahr 2023 stellte für Heinzig eine hohe Lernkurve dar und war gleichzeitig das aufregendste Jahr seiner Imker-Karriere. Ab Anfang November 2023 erlebte er einen bemerkenswerten Anstieg des medialen Interesses, als seine Firma als Beispiel für „Beewashing“ im Fernsehen vorgestellt wurde. Diese Bezeichnung trifft die Vermarktung von Honig, wobei der Begriff eine Mischung aus „Bee“ und „Greenwashing“ darstellt. In der Folge musste Heinzig zahlreiche Interviews für Presse und Rundfunk in Deutschland und der Schweiz geben, was dazu führte, dass er einen Pressespiegel begann, den er aufgrund des hohen Aufkommens jedoch nicht mehr weiterführen konnte.

Internationaler Erfolg mit „Beewashing“-Honig

Trotz der juristischen Auseinandersetzungen hat Heinzig auch Erfolge zu verzeichnen: Sein „Beewashing“-Honig wurde bei den „Global Honey Stars 2024“ mit Gold ausgezeichnet. Die Jury lobte dabei die hervorragende Qualität in Geschmack und Konsistenz des Honigs. Zusätzlich belegte eine zweite Honig-Sorte der Meißner Imkerei, der Dresdner Stadthonig, den dritten Platz in der Kategorie der Kristallhonige, wie Tag24 berichtete.

Heinzig äußerte, dass er sich nicht als Influencer sehe und lieber seine Ruhe habe. Dennoch wird seine Geschichte weiterhin intensiv verfolgt, und das mediale Interesse an seinem Werdegang scheint ungebrochen zu sein.