Ab dem 1. Januar 2025 steigen die Gebühren für die städtischen Friedhöfe in Bautzen, wie alles-lausitz.de berichtete. Der Stadtrat von Bautzen hat einstimmig neue Gebühren beschlossen, die für insgesamt sechs Friedhöfe gelten. Diese sind der Michaelisfriedhof mit Taucherhalle, der Protschenbergfriedhof mit Feierhalle, der Friedhof Kleinwelka, der Friedhof Großwelka mit Feierhalle, der Friedhof Teichnitz mit Feierhalle sowie der Friedhof Salzenforst.
Mit den neuen Gebühren sind auch Änderungen bei den Grabformen verbunden. Einige weniger nachgefragte Grabarten, wie vier- oder sechsstellige Grabanlagen und Gemeinschaftsgräber, werden abgeschafft, während neue Angebote eingeführt werden. Die Nachfrage nach Urnengräbern ist gestiegen, wodurch auch neue Bestattungsarten, wie Baumbestattungen, angeboten werden. Hierbei erfolgt die Beisetzung der Urne am Baumstamm, mit oder ohne Namensnennung. Außerdem wird die Möglichkeit einer zweistelligen Urnengrabstätte geschaffen.
Neue Gebührensätze und Gründe für die Erhöhung
Die Nutzungsrechte für Wahlgrabstätten werden künftig für 20 Jahre vergeben, statt wie bisher für 30 Jahre. Dies geschieht im Kontext eines neuen Kalkulationszeitraums von drei Jahren, der von 2025 bis 2027 reicht.
Die Zahlen zeigen, dass die Zahl der Bestattungen in Bautzen von 2019 bis 2024 um rund 14 Prozent gesunken ist, was in etwa 23 Prozent weniger Grabnutzungsrechten resultierte. Zudem lagen die Kosten für die Stadt höher als prognostiziert. 2018 wurde ein Betrag von 417.000 Euro geschätzt, tatsächlich waren es jedoch 530.000 Euro. Für die kommenden Jahre von 2025 bis 2027 rechnet die Stadt mit Kosten von rund 800.000 Euro. Im Durchschnitt wurden von 2019 bis 2024 nur 279 Bestattungen pro Jahr durchgeführt, obwohl 325 geplant waren.
Die neuen Gebühren sind wie folgt festgelegt: für eine Erdreihengrabstätte für Personen ab zwei Jahren fallen künftig 64 Euro pro Jahr an (zuvor 56 Euro). Für eine Urnenreihengrabstätte sind 51 Euro pro Jahr zu zahlen (zuvor 45 Euro). Bei Baumgrabanlagen werden Kosten von etwa 1.700 Euro für eine 20-jährige Nutzungszeit veranschlagt, wie saechsische.de erläuterte. Diese Erhöhung wird durch verschiedene Faktoren wie die steigenden Kosten aufgrund von Inflation und der tatsächlich gesunkenen Sterbefälle in Bautzen begründet.