In Sachsen heißt es bald „Achtung Kröten“: Ab Anfang Februar beginnt die Wanderzeit der Erdkröten, die sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern machen. Während dieser Zeit, die bis Ende April andauert, sind die Amphibien häufig an Straßen zu beobachten. Dieser natürliche Wandertrieb ist den Tieren angeboren und stellt sie, insbesondere in städtischen Gebieten, vor große Herausforderungen. Um sie zu schützen, werden Schutzzäune errichtet, die helfen sollen, die gefährdeten Arten vor dem Straßenverkehr zu bewahren. n-tv berichtet über die bevorstehenden Maßnahmen und die wichtige Rolle der ehrenamtlichen Helfer, die dringend gesucht werden.
In Chemnitz ist das Umweltamt aktiv auf der Suche nach engagierten Menschen, die sich an der Amphibienwanderung beteiligen möchten. Die ehrenamtlichen Helfer kümmern sich vor allem um die Kontrolle von Fangeimern, die an Amphibienschutzzäunen aufgestellt werden. Sobald die Temperaturen 5 Grad Celsius oder mehr erreichen, wird dies zur Routine. In Dresden laufen derzeit bereits Teams, bestehend aus 35 Personen, an verschiedenen Amphibienzäunen, hier besteht aktuell kein zusätzlicher Bedarf an Helfern.
Rolle der Freiwilligen
Die Freiwilligen, die sich für den Schutz der Amphibien einsetzen, müssen bei ihrer Arbeit eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen. Dazu gehört die tägliche Kontrolle der Fangeimer, durch die die Tiere sicher über die Straße gebracht und anschließend wieder freigelassen werden. Diese Maßnahmen sind entscheidend, da viele Amphibienarten in Deutschland und besonders in Sachsen als gefährdet oder vom Aussterben bedroht gelten. Wie der BUND Naturschutz erläutert, sind fachkundige Anleitungen zur Bestimmung der häufigsten Amphibienarten für neue Helfer wichtig.
Zur optimalen Durchführung der Hilfe sollten die Freiwilligen über praktische Ausstattungen verfügen, darunter funktionierende Taschenlampen und Erhebungsbögen. Zudem ist es ratsam, GPS-Daten der Fangeimerstandorte zu dokumentieren, damit diese im nächsten Jahr leichter wiederzufinden sind. Die ehrenamtlichen Helfer werden zudem angehalten, regelmäßige Kontrollen durchzuführen, vor allem während Trockenperioden, und darauf zu achten, dass die Eimer mit Laub ausgelegt sind, um den Amphibien Schutz zu bieten.
Amphibienwanderung in Chemnitz
Die Amphibienwanderung in Chemnitz findet je nach Witterung zwischen Anfang März und Ende April statt. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0371 488-3602 oder via E-Mail an umweltamt.naturschutz(at)stadt-chemnitz.de melden. Neben der einfachen Betreuung von Schutzzäunen benötigen die über 50 Schutzgebiete in der Stadt regelmäßige Pflege. Die Möglichkeiten für Ehrenamtliche sind vielfältig und richten sich nach den individuellen Kenntnissen und dem beruflichen Hintergrund. Chemnitz.de hebt hervor, dass eine gute Zusammenarbeit in den Stadtteilen entscheidend für den Erfolg der Maßnahmen sein wird.
Insgesamt ist die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer von großer Bedeutung, um den Erhalt der Amphibienbestände in Sachsen voranzutreiben. Durch die engagierte Mithilfe kann auf die Bedürfnisse der Tiere eingegangen und gleichzeitig ein besseres Bewusstsein für den Naturschutz geschaffen werden.