Heute ist der 27.06.2026 und die Temperaturen erreichen immer wieder Rekorde in Deutschland. Besonders bei Hitze müssen Hundebesitzer wachsam sein, denn die Gefahren für unsere vierbeinigen Freunde sind enorm. Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) warnt eindringlich vor den fatalen Folgen, die ein kurzer Aufenthalt im Auto bei hohen Temperaturen für Hunde haben kann. Die Innenräume eines Fahrzeugs heizen sich in Windeseile auf, selbst bei gemäßigten Außentemperaturen von 20 Grad Celsius kann es nach einer Stunde schon 46 Grad im Wageninneren erreichen. Bei 30 Grad Außentemperatur geschieht dies bereits nach einer halben Stunde. Dies ist besonders alarmierend, wenn man bedenkt, dass Hunde ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt regulieren können.

Hunde besitzen lediglich Schweißdrüsen an ihren Pfoten und der Nase. Die Abkühlung erfolgt hauptsächlich durch Hecheln, was jedoch bei Temperaturen über 28 Grad Celsius bereits eingeschränkt funktioniert. Somit ist die Gefahr eines Hitzschlags hoch, insbesondere wenn die Körperkerntemperatur über 41 Grad steigt. Tragischerweise endet ein Hitzschlag bei einer Temperatur über 43 Grad meist tödlich. Besonders gefährdet sind brachyzephale Rassen wie Möpse und Bulldoggen, alte Tiere sowie Hunde mit dickem Fell, Übergewicht oder Vorerkrankungen.

Erkennung und Erste Hilfe bei Hitzschlag

Die Symptome eines Hitzschlags sind alarmierend und sollten nicht ignoriert werden. Zu den frühen Anzeichen zählen starkes Hecheln, Unruhe, ein langgestreckter Hals und eine weit herausgestreckte Zunge. Hunde suchen instinktiv nach kühlen Orten, was ein weiteres Zeichen für Überhitzung ist. Bei fortgeschrittener Überhitzung kann es zu schnellem, flachem Atmen, Herzrasen, hochroten Schleimhäuten und sogar neurologischen Ausfällen wie Krämpfen oder Bewusstlosigkeit kommen. Ohne sofortige Behandlung kann Hitzschlag zu schwerwiegenden Komplikationen wie Kreislaufkollaps und Tod führen. Die Sterblichkeit liegt trotz Behandlung bei 50-60%!

Was können Hundebesitzer tun, um ihren Lieblingen zu helfen? Zunächst ist es wichtig, den Hund aus dem heißen Auto zu befreien und ihn an einen kühlen Ort zu bringen. Dort sollte er mit kaltem Wasser übergossen werden, und man sollte ihm Wasser zum Trinken anbieten. Bei Bewusstlosigkeit ist es entscheidend, den Hund in die Seitenlage zu bringen und die Atemwege freizuhalten. Bei Kreislaufstillstand sollten Tierhalter die Mund-zu-Nase-Beatmung und Herzdruckmassage durchführen.

Prävention ist der Schlüssel

Um Hitzschläge und Sonnenstiche zu vermeiden, sollten Hundebesitzer einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. Lassen Sie Ihren Hund niemals unbeaufsichtigt im Auto, auch nicht für kurze Zeit. Sorgen Sie stets dafür, dass Ihr Hund Zugang zu kühlen Orten und ausreichend Wasser hat. An heißen Tagen können Hunde bis zu 100 ml Wasser pro kg Körpergewicht benötigen. Spaziergänge sollten idealerweise in den kühleren Morgen- oder Abendstunden stattfinden, und bei übergewichtigen oder herzkranken Hunden sollten die Ausflüge kurz und häufig gestaltet werden. Außerdem sollte Hecheln nicht durch enge Maulkörbe unterdrückt werden.

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Die TiHo weist darauf hin, dass Überhitzung langfristige Folgen haben kann, wie chronische Nierenerkrankungen und Funktionseinschränkungen. Daher ist es entscheidend, auf die Bedürfnisse unserer Hunde zu achten und sie vor den Gefahren der Hitze zu schützen.

In Anbetracht der Tatsache, dass Hitzeschläge bei Hunden sehr ernst zu nehmen sind, ist es ratsam, sich stets über die Symptome und Erste-Hilfe-Maßnahmen bewusst zu sein. Ein schneller Handlungsbedarf kann das Leben Ihres geliebten Haustieres retten. Bei Fragen oder in Notfällen steht Ihnen die Klinik für Kleintiere unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Kästner zur Verfügung: Tel.: +49 511 953-6202, E-Mail: sabine.kaestner@tiho-hannover.de.

Für weitere Informationen über Hitzschlag bei Hunden und deren Prävention, besuchen Sie bitte die Seite von Dr. Höltner.