Die Ankündigung der Schließung einer Kaufland-Filiale in Gera-Bieblach-Ost sorgt für Bestürzung unter den Mitarbeitenden und den Kunden des Marktes. Laut thueringen24.de wird die Filiale im Oktober 2025 schließen, was für die etwa 10.000 Einwohner im Stadtteil eine erhebliche Einschränkung der Lebensmittelversorgung bedeutet. Diese Maßnahme betrifft fast 90 Beschäftigte, die nun um ihre Jobs bangen müssen.

Die langjährigen Mitarbeitenden zeigen sich betroffen und kämpfen gegen die Schließung. Besonders kritisiert wird die Entscheidung von Matthias Adorf, dem Gewerkschaftssekretär bei ver.di. Er bemängelt, dass Kaufland wirtschaftliche Interessen über soziale Verantwortung stellt. Die Schwarz-Gruppe, zu der Kaufland gehört, erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 5,6 Milliarden Euro, was die Wut der Betroffenen verstärkt.

Die Reaktionen der Betroffenen

Rund 80 Mitarbeitende der Filiale haben Unterschriften gesammelt, um den Erhalt des Marktes zu fordern. Diese Aktion wird vom Betriebsrat und von ver.di unterstützt, die ebenfalls ein Entgegenkommen des Unternehmens in den Sozialplanverhandlungen fordern. Die Schließung der Kaufland-Filiale hat auch Auswirkungen auf das soziale Gefüge des Stadtteils, da sie die einzige Einkaufsmöglichkeit in der Umgebung darstellt.

Laut mdr.de wurde die Schließung auf das Alter der Filiale zurückgeführt, die mittlerweile 25 Jahre alt ist und nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Eine Art Interessensausgleich und ein Sozialplan sollen für die betroffenen Mitarbeiter erarbeitet werden. Die meisten Angestellten arbeiten in Teilzeit, was die Sorgen um den Verlust des Arbeitsplatzes verstärkt.

Auswirkungen auf die Stadt

Die Stadt Gera hat die Erwartungen der Anwohner über eine mögliche Ansiedlung neuer Unternehmen im Bieblach-Center dämpfen müssen. Die Einrichtung wird derzeit auf alternative Nutzungsmöglichkeiten überprüft, um die Lebensqualität im Stadtteil zu erhalten. Die Verantwortung für die Ansiedlung von Unternehmen liegt jedoch beim Eigentümer, was die Situation zusätzlich kompliziert.

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Ein zusätzlicher Aspekt ist die Unklarheit darüber, ob die betroffenen Mitarbeiter in anderen Kaufland-Filialen der Region, wie beispielsweise im Stadtzentrum oder im Stadtteil Lusan, unterkommen können. Diese Unsicherheiten schaffen Besorgnis und Unruhe in der Belegschaft, die sich intensiv mit ihrer Zukunft auseinandersetzt. Die Situation ist prekär, vor allem angesichts der Tatsache, dass im August des Vorjahres bereits eine Kaufland-Filiale in Greiz geschlossen wurde, wobei die Mitarbeitenden von Edeka übernommen werden konnten. Die Aussicht auf einen ähnlichen Verlauf ist für die Berliner Filialen ungewiss.