Die Vorfreude auf die Eröffnung des neuen Buchheim-Museums in Bernried wächst, da die Wiedereröffnung für den 4. April 2025 geplant ist. Das Museum ist derzeit aufgrund eines umfassenden Erweiterungsbaus geschlossen. Der erste Höhepunkt nach der Wiedereröffnung wird die bedeutende Ausstellung „Pechstein – Vision und Werk“ sein, die am 19. Juli 2025 startet und bis zum 26. Oktober 2025 zu sehen sein wird. Diese Retrospektive ist Teil einer internationalen Welttournee und findet nach der Kunsthal Rotterdam als zweite Station im Buchheim-Museum statt. Sie widmet sich dem Leben und Werk des herausragenden deutschen Expressionisten Max Pechstein, der bekannt ist für seine lebhaften Farben und dynamischen Kompositionen.
Die Ausstellung wird eine Vielzahl von Pechsteins Werken präsentieren, darunter Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken. Ergänzende Materialien wie Entwurfsskizzen, Briefe und Fotografien werden das Verständnis für das Schaffen des Künstlers vertiefen. Pechstein, der 1906 der Kunstbewegung „Die Brücke“ beitrat, suchte stets nach der Harmonie zwischen Mensch und Natur, was sich sowohl in seinen Themen als auch in seiner Farbwahl widerspiegelt. Besonders beschäftigen ihn gesellschaftliche Veränderungen und Krisen, die in der Ausstellung thematisiert werden.
Weitere Ausstellungen und Veranstaltungen
Zusätzlich zur Pechstein-Retrospektive wird das Buchheim-Museum ab April 2025 mit weiteren spannenden Ausstellungen aufwarten. Die Neupräsentation der Sammlung unter dem Titel „Mit wachem Blick und begabter Hand“ zeigt Meisterwerke von Künstlern wie Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel sowie neue Stücke von Karen Müller. Darüber hinaus wird es zwei weitere Ausstellungen geben: „Ursula Jüngst: Auf(er)stehen“ und „From Mind to Soul – Glass“, die beide bis zum 20. Juli 2025 zu sehen sein werden.
Ab dem 26. Juli 2025 wird das Buchheim-Museum zudem helle und expressive Landschafts- und Figurenbilder von Helmut Pfeuffer präsentieren. Zum Jahrende wird die Ausstellung des Malers Ruprecht von Kaufmann unter dem Titel „Leben zwischen den Stühlen“ eröffnet. Organisiert werden diese Veranstaltungen in enger Kooperation mit anderen Museen, darunter dem Max-Pechstein-Museum in Zwickau und dem Institut für Kulturaustausch in Tübingen.
Das Museum Penzberg
Parallel dazu entwickelt sich das Museum Penzberg als bedeutendes „Mehrspartenhaus“ mit einem klaren Fokus auf die Werke von Heinrich Campendonk. Die aktuell gezeigte Dauerausstellung wird durch neue Ölbilder und Künstler-Postkarten ergänzt. Ab dem 15. März 2025 wird die Sonderausstellung „Kataklump – eine Idee“ die Freundschaften Campendonks beleuchten. Im Juli folgt die Ausstellung „Vogel, Fisch und Form“ mit Werken von Austin Eddy. Zudem wird ab November 2025 eine Ausstellung mit surrealistischen Künstlern wie René Magritte und Salvador Dalí eröffnet, die einen Dialog mit Campendonks Werk schafft.
Besonders bemerkenswert ist das 80. Gedenken an die Penzberger Mordnacht vom 28. April 1945, das im stadtgeschichtlichen Teil des Museums thematisiert wird. Ein Projekt des Aktionskünstlers Andreas Kloker am 26. April wird dabei in den Fokus geraten.
Das Buchheim-Museum und das Museum Penzberg zeigen somit nicht nur ein engagiertes Programm an Ausstellungen, sondern greifen auch sozialpolitische Themen auf und erinnern an die Geschichte, während sie gleichzeitig bedeutende Kunstwerke vergangener Zeiten präsentieren.
Für weitere Informationen zur Pechstein-Ausstellung und anderen Veranstaltungen im Buchheim-Museum werfen Sie einen Blick auf die Website von Buchheim-Museum und Merkur oder erfahren Sie mehr über die Ausstellung „Max Pechstein“ in der Kunsthal Rotterdam.