Online-Dating hat in den letzten Jahren massiv an Beliebtheit gewonnen. Plattformen wie Tinder, Hinge, Bumble und ElitePartner bieten Nutzern die Möglichkeit, nach potenziellen Partnern zu suchen, indem sie durch Profile wischen. Laut einer ZDF-Info-Studie stieg die Zahl der Paare, die sich über Datingplattformen kennengelernt haben, von 15 % im Jahr 2007 auf 25 % im Jahr 2012 und erreichte 2024 bereits 60 %. Eine Statista-Umfrage ergab, dass 21 % der Befragten ihre Partnersuche über eine Dating-App erfolgreich abschließen konnten, während 65 % bereits eine solche App genutzt haben.

Nutzer schätzen die einfache Kontaktaufnahme über das Internet, die es ihnen ermöglicht, jemanden anzuschreiben, ohne persönlich sprechen zu müssen. Während einige von positiven Erfahrungen berichten, hegen andere Bedenken hinsichtlich Fake-Profilen und der Oberflächlichkeit der Plattformen. Matthias Espig, bekannt als Kupplerkönig, äußert Kritik am Online-Dating und setzt auf persönliche Kennenlernveranstaltungen. Vertreter von Datingplattformen wiederum betonen die Vorteile, die eine gezielte Partnersuche und die Schaffung von Verbindungen mit sich bringen.

Wachstum der Online-Dating-Nutzung

Die Beliebtheit von Online-Dating spiegelt sich auch in den Nutzerzahlen wider. Im Jahr 2023 überschritt die Anzahl der Nutzer von Online-Dating-Diensten weltweit 381 Millionen und wird bis 2028 auf schätzungsweise 452 Millionen ansteigen. Die Nutzerpenetrationsrate für Online-Dating-Dienste liegt in den USA, Großbritannien und Belgien bei etwa 17 %. Für das Jahr 2023 wird prognostiziert, dass es in den USA 25,7 Millionen Nutzer von Dating-Apps geben wird, während während der COVID-19-Pandemie ein Höchststand von 26,6 Millionen Nutzern erreicht wurde.

Unter den Dating-Apps ist Tinder die beliebteste, mit über 58 Millionen Downloads im Jahr 2023 und einer Markenbekanntheit von 76 % unter US-Verbrauchern. Bumble zeichnet sich durch die höchste Nutzung von kostenpflichtigen Dating-Apps in den USA aus und ermöglicht Frauen, den ersten Schritt zu machen. In einer Umfrage von 2022 gaben etwa 50 % der US-Erwachsenen an, dass sie Dating-Apps für sicher halten, wobei Frauen häufiger als Männer von negativen Erfahrungen berichten. Häufige Bedenken beim Online-Dating sind Identitätsmissbrauch und die Angst vor Betrug.

Insgesamt bleibt Online-Dating eine populäre Option zur Partnersuche, wie auch die oben genannten Studien und Umfragen belegen.