In Görlitz kam es zu einem brutalen Angriff auf einen Kommunalpolitiker der Linkspartei und zwei weitere Personen. Nach dem Vorfall, der am Wochenende, dem 23. Dezember 2024, stattfand, wird in der rechtsextremen Szene ermittelt. Die Polizei durchsuchte mehrere Wohnungen der Verdächtigen und nahm insgesamt zehn Objekte ins Visier. Die Tatverdächtigen sind zwischen 16 und 40 Jahre alt, wobei ein 18-Jähriger, der zur Neonazi-Szene gehören soll, als Hauptverdächtiger gilt.

Die Angreifer, die vermummt waren und Schutzhandschuhe sowie Pyrotechnik verwendeten, werden der rechtsextremen Szene zugeordnet. Laut Schätzungen des Landeskriminalamts (LKA) waren zwischen sechs und acht Angreifer vor Ort. Bei dem brutal geführten Angriff wurden drei linke Aktivisten verletzt, darunter auch zwei Kommunalpolitikerinnen der Linken, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.

Details zum Vorfall

Bei dem Übergriff setzten die Angreifer nicht nur Pyrotechnik und Flaschen ein, sondern griffen die Betroffenen auch körperlich an. Samara Schrenk, Mitglied des Görlitzer Kreisvorstands der Linken, hatte zuvor bereits Gewaltandrohungen von Neonazis erhalten. Die Gruppe wurde am Tatort von etwa zehn vermummten Tätern angegriffen. Die Verletzungen der Betroffenen umfassten Platzwunden, Schwellungen sowie geprellte Rippen und Ellenbogen.

Der Polizei gelang es, zwei tatverdächtige Personen in der Nähe des Tatorts festzunehmen; diese wurden jedoch später wieder entlassen. Die Ermittlungen werden von der Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) des LKA geführt. Ein Haftbefehl gegen den 18-Jährigen wurde beantragt, der Mitglied der Dresdner Gruppe „Elblandrevolte“ sein soll. Diese Gruppe ist Teil der Jugendorganisation der rechtsextremen Partei „Die Heimat“, die ehemals der NPD nahestand. Zuvor waren Mitglieder dieser Gruppe bereits an einem Angriff auf den SPD-Politiker Matthias Ecke beteiligt, der schwer verletzt wurde, als er Wahlplakate für die Europawahl aufhängte.