In der Oberlausitz wurden am Sonntagabend Warnungen vor Schnee- und Glatteisregen ausgesprochen. Dennoch blieben die befürchteten Verkehrsprobleme in den Landkreisen Bautzen und Görlitz weitgehend aus. Wie die Sächsische.de berichtet, registrierte die Integrierte Rettungsleitstelle Ostsachsen (IRLS) sowie die Polizeidirektion Görlitz keine größeren Probleme durch Glätte. Am Montagmorgen waren die Straßen gut befahrbar.
Von Sonntag bis Montagmorgen 5 Uhr wurden lediglich 17 Unfälle mit drei Verletzten verzeichnet. Polizeisprecher Michael Scholz bezeichnete diese Zahl als „guten Wert“ im Vergleich zu anderen Tagen ohne Glatteis. Besondere Einsätze der Feuerwehr oder vermehrte Notrufe wegen Glatteis-Stürzen gab es nicht. Allerdings könnten zwei schwerere Unfälle am Sonntag durch Glätte beeinflusst worden sein. Der erste Unfall ereignete sich um 17 Uhr in Jonsdorf, als ein Audi A6 von der Fahrbahn abkam und gegen einen Mitsubishi Outlander prallte, der in eine Grundstücksmauer fuhr. Der 23-jährige Audi-Fahrer wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, der Sachschaden beläuft sich auf etwa 35.000 Euro.
Weitere Unfälle durch Glatteis in Deutschland
In ganz Deutschland kam es ebenfalls zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen aufgrund von Schneeschauern und Straßenglätte. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor glatten Straßen und einem erhöhten Unfallrisiko, wie die Tagesschau berichtet. In Bremen wurden beispielsweise innerhalb weniger Stunden rund 80 Glätteunfälle registriert. Im Bereich der Polizei Braunschweig in Niedersachsen ereigneten sich über 110 Verkehrsunfälle innerhalb von acht Stunden. In Thüringen und Bayern mussten ebenfalls zahlreiche Unfälle aufgrund von Glätte gemeldet werden, darunter ein schwerer Unfall in Sonnefeld, bei dem ein Auto gegen eine Hausmauer krachte und alle vier Insassen verletzt wurden.
Die Warnungen des DWD für die Nacht zum Sonntag hinsichtlich gefrierenden Regens führten dazu, dass Reisende am Frankfurter Flughafen mit Ausfällen und Verzögerungen rechnen müssen. Bereits am Hauptstadtflughafen BER waren 30 Flüge betroffen, wobei ab 21 Uhr am Freitag keine Landungen mehr zugelassen waren.