In der Nacht zum 1. Januar 2025 war die Polizei in Deutschland erneut mit zahlreichen Vorfällen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern beschäftigt. Die Einsatzkräfte in Halle (Saale) verzeichneten zum Jahreswechsel 2024/2025 mehr Einsätze als im Vorjahr. Insgesamt rückte die Feuerwehr zu 82 Einsätzen aus, wobei 73 dieser Einsätze im direkten Zusammenhang mit den Silvesterfeierlichkeiten standen. Im Vergleich dazu waren es im Vorjahr 58 Einsätze.
Der Rettungsdienst in Halle wurde 115 Mal alarmiert, was ebenfalls einem Anstieg gegenüber den 102 Einsätzen im Vorjahr entspricht. Unter den Bränden, die gelöscht werden mussten, befanden sich 17 Müllcontainer, fünf Ödlandbrände, 30 Abfallbrände und vier Pkw-Brände. Zudem wurden vier Brandmeldeanlagen aktiviert. Ein schwerer Vorfall ereignete sich am Reileck, wo Feuerwehrfahrzeuge mit Feuerwerkskörpern beschossen wurden. Auch im Vorjahr hatte es am Reileck eine Pyroattacke auf Einsatzkräfte gegeben.
Verletzungen und Unfallberichte aus ganz Deutschland
In ganz Deutschland war der Weihnachtsfeiertag nicht ohne Vorfälle. Die Polizei meldete mindestens fünf Todesfälle aufgrund von Unfällen mit Feuerwerk. Ein 24-Jähriger starb in Geseke beim Umgang mit einem Feuerwerkskörper, während in Sachsen zwei Personen nach der Explosion eines selbst gebauten Böllers ums Leben kamen. Außerdem starb ein Mann in Hamburg durch eine Böller-Explosion, und eine weitere Person kam in Oberhavel, Brandenburg, bei einem Unfall ums Leben. In Havelsee-Fohrde schwebte zudem eine Person nach einer Feuerwerks-Explosion in Lebensgefahr.
In Pirna verletzte sich ein 16-Jähriger schwer an der Hand durch einen illegalen Silvesterböller. In Frankfurt registrierte die Polizei mehrere Verletzte durch Feuerwerk, während das Unfallkrankenhaus Berlin um kurz vor 1 Uhr acht „Bölleropfer“ mit schweren Handverletzungen meldete. In Köln wurden Rettungskräfte und Polizei mit Feuerwerk beschossen, und in Leipzig kam es zu Übergriffen auf die Polizei durch rund 50 Personen.
In München randalierten mehrere Hundert Menschen und griffen Polizeibeamte an. Die Wetterbedingungen führten in einigen Regionen zu ruhigeren Feierlichkeiten; auf Sylt wurden die Feiern an der Strandpromenade abgesagt, und in vielen Teilen Deutschlands galt eine amtliche Warnung vor Sturmböen. Behörden hatten zuvor vor Verletzungen und Bränden durch Feuerwerkskörper bei starkem Wind gewarnt. In mehreren Kommunen wurden Verbotszonen für Böller und Feuerwerk eingerichtet, und Einsatzkräfte kontrollierten diese an Absperrgittern, etwa am Alexanderplatz in Berlin.