Die EVH GmbH, ein Unternehmen der Stadtwerke Halle-Gruppe, wird ab dem 1. März 2025 die Preise für alle variablen Stromtarife sowie die Grundversorgung senken. Diese Entscheidung fällt trotz der steigenden Preise am Strommarkt, was die Maßnahme umso bemerkenswerter macht. Die Preissenkung von etwa 20 Prozent bezieht sich auf einen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 1.600 kWh. Die neuen Arbeitspreise für Strom variieren je nach Tarif zwischen 11,89 ct/kWh in den variablen Halplus-Produkten und 12,05 ct/kWh in der Grundversorgung, jeweils brutto.

Die Reduzierung der Preise ist das Resultat einer gezielten Beschaffungsstrategie, die 2024 verfolgt wurde, sowie der Entwicklung der Netznutzungsentgelte ab 2025. Dadurch profitieren die Kunden, da auch die monatlichen Abschläge entsprechend um 20 Prozent sinken werden.

Kundenzentrum und Kontakt

Kunden der EVH GmbH sollten beachten, dass eine Online-Terminreservierung notwendig ist, um Wartezeiten im Kundencenter zu vermeiden. Dieses befindet sich in der Bornknechtstraße 5 in Halle (Saale). Die telefonische Erreichbarkeit ist unter (0345) 5 81 – 33 33 gegeben, ebenso gibt es eine kostenfreie Nummer: 0800 581 33 33. Alternativ können Anfragen auch per E-Mail an kundencenter@swh.de gesendet werden.

Die Preissenkung erfolgt vor dem Hintergrund steigender Energiekosten in Deutschland. Im Jahr 2023 betrug der durchschnittliche Strompreis für private Haushalte etwa 48 Cent pro Kilowattstunde. Die durchschnittliche Stromrechnung eines 3-Personen-Haushalts lag 2024 bei 120,61 Euro pro Monat, was eine signifikante Steigerung im Vergleich zu den 85 Euro im Jahr 2014 darstellt. Rund ein Viertel der Haushalte bezieht seinen Strom über Grundversorgungsverträge, während viele Grundversorger bereits Preissenkungen von etwa 10 Prozent angekündigt haben.

Markt und Trends

Die aktuelle Entscheidung von EVH steht im Zusammenhang mit einem komplexen Gefüge im Strommarkt, das von Klimaschutz, Energieversorgung und sozialer Gerechtigkeit beeinflusst wird. Der Ausbau erneuerbarer Energien bringt sowohl Herausforderungen als auch Potenziale mit sich, vor allem in Bezug auf wetterbedingte Schwankungen in der Einspeisung. Ab 2025 sind Stromversorger zudem verpflichtet, dynamische Stromtarife anzubieten, die die Energiekosten optimieren und zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen.

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Dynamische Tarife, die aus einem Grundpreis und einem variablen Arbeitspreis bestehen, erfordern von den Verbrauchern ein gewisses Maß an Flexibilität und technisches Verständnis. Während die Verbraucher mit Smart Metern von günstigeren Preisen während Zeiten hoher Einspeisung profitieren können, müssen sie auch mit möglichen höheren Kosten in Zeiten hoher Nachfrage rechnen.

Die Bundesnetzagentur plant, die Reform der Kostenverteilung durch eine bundesweite Umlage voranzutreiben, um eine fairere Preisstruktur zu schaffen. Gleichzeitig kündigten Übertragungsnetzbetreiber an, die Netzentgelte 2025 um durchschnittlich 3,4 Prozent zu erhöhen.

Insgesamt wird die Energiepreisentwicklung sowohl von politischen Entscheidungen als auch von den Marktbedingungen geprägt, weshalb die Senkung durch die EVH GmbH auf großes Interesse bei den Verbrauchern stoßen dürfte.