Der Parkplatz an der Marchlewskistraße in Zwickau bleibt ohne neue Oberfläche. Laut freiepresse.de bestätigte Baubürgermeisterin Silvia Queck, dass die notwendigen Mittel für eine Sanierung fehlen. In den kommenden Jahren ist keine Verbesserung des derzeit als „Flickenteppich“ beschriebenen Zustands des Parkplatzes geplant. Queck wies darauf hin, dass eine Asphaltschicht keinen signifikanten Fortschritt bringen würde.

Die Situation in Neuplanitz ist jedoch nicht nur auf den Parkplatz beschränkt. Der Stadtteil leidet unter einem erheblichen Rückgang der Einwohnerzahl. Rund 2.300 Wohnungen wurden abgerissen, und der Leerstand liegt aktuell bei 19 Prozent. Trotz der Sanierung vieler Wohnblöcke und Einrichtungen strebt die Stadt an, dieser negativen Entwicklung entgegenzutreten, wie radiozwickau.de berichtet.

Städtebauliches Entwicklungskonzept

Um Neuplanitz wiederzukurbeln, hat der Stadtrat ein neues städtebauliches Entwicklungskonzept (SEKO) beschlossen. Die geplanten Maßnahmen kosten rund 3,6 Millionen Euro und umfassen gezielt sechs konkrete Sanierungen:

  • Grünanlage zwischen Parkhaus „Linie 13“ und Elfgeschossern
  • Park- und Marktplatz Marchlewskistraße
  • Bolz- bzw. Spielplatz Ludwig-Krebs-Weg
  • Goetheschule
  • Kita „Pfiffikus“ (Teilabriss geplant)
  • Außenanlagen des Ballsportzentrums mit einer Million Euro Förderung

Das SEKO ist notwendig, um Fördermittel zu erhalten; die Stadt erwartet bis Ende 2025 eine Entscheidung darüber, ob sie 2,4 Millionen Euro vom Bund und Land erhält. Der Eigenanteil muss im Haushalt eingeplant werden. Dabei müssen die Stadträte jedes Projekt einzeln genehmigen. Aktuell lebt etwa acht Prozent der Zwickauer Bevölkerung in Neuplanitz.

Bundesförderung und Ziele

Gefördert werden solche städtebaulichen Maßnahmen durch die Städtebauförderung des Bundes, die seit über 50 Jahren nachhaltige Stadtentwicklung unterstützt. Für 2024 stehen im Bundeshaushalt 790 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Fördermittel zielen darauf ab, Innenstädte zu stärken, sozial benachteiligte Quartiere aufzuwerten und umweltfreundliche städtebauliche Strukturen herzustellen.

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Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Konzeptes, das auch den Klimaschutz einbezieht. Ab 2020 sind Klimaschutzmaßnahmen Voraussetzung für die Förderung von städtebaulichen Projekten. Zu den Programminitiativen gehört unter anderem der Fokus auf die Entwicklung von Innenstädten, für die bis zu 250 Millionen Euro aus dem Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ bereitgestellt werden.