Der FSV Zwickau überwintert in der Regionalliga Nordost auf einem soliden vierten Platz. Trainer Rico Schmitt bescheinigt seiner Mannschaft eine erhöhte Druck-Resistenz und hebt hervor, dass der Verein sich als gefestigt zeigt. Schmitt und Sportdirektor Robin Lenk, die sich normalerweise an die Vereinsphilosophie halten, haben in der Winterpause Fußballtennis gespielt. Zudem trafen sie sich mit dem kaufmännischen Geschäftsführer André Beuchold, um sportliche Möglichkeiten im Rahmen eines Sanierungskurses zu besprechen. Der FSV Zwickau hat aktuell Schulden in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro abzubauen.
Um in der Winterpause Transfers tätigen zu können, könnte ein Spieler verkauft werden. In diesem Zusammenhang wird Abwehrspieler Philipp Heller in Betracht gezogen, da dieser vor der Winterpause beim VFC Plauen vorstellig wurde. Ein potenzieller Neuzugang könnte Joon-Mo Kang sein, der bereits im Dezember in Zwickau war und für ein weiteres Probetraining am 6. Januar zurückkehren könnte. Trotz dieser Unsicherheiten zeigt sich der Verein optimistisch und sieht sich gerüstet für die Rückrunde. Lenk beschreibt den vierten Tabellenplatz als „schöne Momentaufnahme“ und Schmitt spricht von einem Reifeprozess der Mannschaft sowie einem besseren Umgang mit Druckverhältnissen. Das Aus im Landespokal gegen Sechstligist Glauchau wird als schmerzhafter Rückschlag wahrgenommen. Schmitt legt zudem Wert auf ein positives Gefühl für Fans und Sponsoren, während der Verein 2023 vor großen finanziellen Herausforderungen gestanden hat.
Spielverlauf und Herausforderungen
Im letzten Spiel der Vorrunde traf der FSV Zwickau auf den Greifswalder FC und sah sich verschiedenen Herausforderungen gegenüber. Die Partie begann mit 30 Minuten Verzögerung aufgrund der Verspätung des FSV-Fanzugs und wurde vor 913 Zuschauern im Volksstadion angepfiffen. Zwickau geriet früh unter Druck: Ein Ballverlust im eigenen Strafraum führte zu einer Chance für Greifswald, die jedoch zunächst nicht genutzt wurde. Atilgan erzielte schließlich in der 15. Minute das 1:0 für Greifswald nach einem Eckball von David Vogts. Zwickau wirkte in der ersten Halbzeit fahrig, doch Lucas Hiemann verhinderte ein weiteres Tor und Mike Könnecke hatte eine gute Chance, die jedoch nur um Zentimeter das Ziel verfehlte.
In der zweiten Halbzeit kehrte Zwickau stärker zurück, als Albert, der zur Halbzeit eingewechselt wurde, in der 56. Minute den Ausgleich erzielte. Diese Freude währte jedoch nicht lange, denn nur drei Minuten später brachte Schmedemann Greifswald erneut in Führung. Zwickau drängte auf den Ausgleich und hatte durch Schlüsselburg eine weitere Möglichkeit, dessen Schuss jedoch die Latte traf. Trotz aller Bemühungen musste sich Zwickau mit 2:1 geschlagen geben, was die bereits angesprochenen Herausforderungen verdeutlicht.